Schon bei einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille nehmen Aufmerksamkeit
und Konzentration ab und man ermüdet schneller. Ab 0,5 Promille werden die Reaktionsfähigkeit
und die Sinneswahrnehmungen beeinträchtigt. Ab 0,8 Promille reduzieren sich
der Gleichgewichtssinn, die Denkfähigkeit und die Selbstwahrnehmung. Leistung
und Sicherheit werden durch die Auswirkungen des Alkohols negativ beeinflusst.
Ist eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter von einem Alkoholproblem betroffen,
wirkt sich das zunehmend auf das Arbeitsverhalten und die Leistung aus, ohne
dass die einzelnen Veränderungen deutlich sichtbar sein müssen. Oft schrauben
Vorgesetzte in einer solchen Situation die Anforderungen an die betroffene Person
herab, was einer Ausdünnung des Pflichtenhefts gleichkommt. Was gut gemeint
ist, begünstigt in der Regel das problematische Konsumverhalten.
Das Ziel von Alkoholprävention am Arbeitsplatz sollte sein, Auffälligkeiten
so früh wie möglich anzusprechen. Wirksame Früherkennung und Frühintervention
liegen im Interesse der Arbeitnehmenden und der Arbeitgebenden.