Es ist sinnvoll, vor der Einführung eines Alkoholpräventionsprogramms sicherzustellen,
dass das Vorhaben innerhalb des Unternehmens gut abgestützt ist. Die Akzeptanz
unter den Mitarbeitenden ist eine wichtige Bedingung für den Erfolg des Programms.
Zahlreiche Studien belegen, dass Programme zur Vorbeugung von Alkoholproblemen
am Arbeitsplatz von den Mitarbeitenden getragen und gelebt werden – vorausgesetzt,
über deren Einführung wurde richtig kommuniziert und ausreichend informiert.
Manchmal reichen Informationen zum Vorhaben allein nicht aus. In solchen Fällen
empfiehlt es sich, die Schlüsselpersonen im Unternehmen für das Anliegen zu
sensibilisieren. Schlüsselpersonen sind Meinungsführer bzw. Personen mit einem
gewissen Einfluss (das sind nicht nur jene mit formeller Entscheidungskompetenz);
zu ihnen zählen Personalvertreterinnen und Personalvertreter, langjährige Angestellte
mit guter Vernetzung innerhalb des Unternehmens, Abteilungsleiter und -leiterinnen
usw. Ihre Multiplikatorenrolle ist von zentraler Bedeutung.
Um abschätzen zu können, wie gross die Unterstützung für das geplante Vorhaben
ist, muss man die Haltung dieser Personen kennen. Es empfiehlt sich, sie in
den Prozess zu integrieren. So lässt sich abtasten, ob von einer Seite mit Widerstand
gerechnet werden muss. Diese Stakeholderanalyse dient dazu,
die „Beeinflusser“ eines Projekts zu ermitteln. Die zentralen Fragen lauten:
Wer unterstützt die Umsetzung des Projekts? Wer versucht, sie zu blockieren
oder zu verhindern?