Um zu erkennen, wo Verbesserungsbedarf besteht, ist es wichtig, den Ist-Zustand
zu analysieren. Zudem trägt die Beschreibung der Ausgangslage dazu bei, die
Akzeptanz für das Alkoholpräventionsprogramm zu erhöhen. Man kann sich dabei
auf interne Zahlen wie auch auf Statistiken stützen. Unternehmensspezifische
Fakten und Gegebenheiten liefern zusätzliche Anhaltspunkte.
- Die Personalabteilung kann Informationen liefern über:
- die Anzahl Unfälle und Zwischenfälle am Arbeitsplatz
- die Abwesenheitsrate
- die Fluktuationsrate (Turn over)
- die Anzahl disziplinarischer Massnahmen
Diese Zahlen deuten nicht unbedingt auf Alkoholprobleme hin, sie geben jedoch
Aufschluss über das Wohlbefinden am Arbeitsplatz.
- Der Sozial- und/oder der Gesundheitsdienst können
zusätzliche Informationen liefern – in anonymisierter Form selbstverständlich.
- Auch Erfahrungsberichte und Reflexionen von betroffenen
Mitarbeitenden können viel über die Notwendigkeit eines Alkoholpräventionsprogramms
aussagen.
Ein weiterer Aspekt, der in die Analyse des Ist-Zustands einfliessen sollte,
ist der Umgang mit Alkohol im Unternehmen. Dazu gehören:
Schliesslich können folgende Fragen bei der Analyse des Ist-Zustands hilfreich
sein:
- Wie war bisher der Umgang mit Alkoholproblemen?
- Kam es diesbezüglich zu Beschwerden?
- Gibt es Konflikte zwischen Mitarbeitenden wegen dieses
Themas?
- Welche expliziten und impliziten Botschaften vermittelt
das Unternehmen in Sachen Alkoholkonsum?
- Wie wird mit Themen wie Absentismus, verspätetem Arbeitsbeginn,
Verstössen gegen die Sicherheitsbestimmungen sowie Leistungsabfall und -mängeln
umgegangen?
- Was für eine Ausbildung erhalten Führungspersonen?
- Welche Hilfestellungen werden Personen angeboten,
die Unterstützung benötigen?
- Welche Stärken und Schwächen weist der Ist-Zustand
auf?