Ein betriebliches Alkoholpräventionsprogramm definiert Leitlinien für den Umgang
mit Alkohol im Unternehmen und beschreibt, wie bei Hinweisen auf ein Alkoholproblem
vorgegangen wird.
Konkret enthält ein betriebliches Alkoholpräventionsprogramm Antworten auf folgende
Fragen:
- Wie können Alkoholprobleme im Unternehmen frühzeitig
erkannt werden?
- Wie wird bei Hinweisen auf ein Alkoholproblem konkret
vorgegangen (Gesprächsführung, Hilfsangebote, Wiedereingliederung nach der Behandlung)?
- Wie wird das Personal für die Auswirkungen von Alkoholkonsum
auf Arbeitsleistung und Sicherheit sensibilisiert? Wie wird über die im Unternehmen
geltenden Leitlinien im Umgang mit Alkoholproblemen informiert? Wie werden Führungspersonen
für den Umgang mit Betroffenen geschult?
- Welche Massnahmen werden zur Regelung des Alkoholkonsums
im Unternehmen getroffen (z. B. Einführung eines Konsumverbots oder Beschränkung
des Zugangs)?
Die Inhalte des Programms werden in einem Dokument festgehalten. Ein wichtiges
Element des Dokuments ist das Interventionsschema, das aufzeigt, wie bei Auffälligkeiten
konkret vorgegangen wird. Das Dokument ist allen Mitarbeitenden zugänglich und
die Bestimmungen sind den Mitarbeitenden bekannt. Im Dokument sollte ausdrücklich
darauf hingewiesen werden, dass es Ziel des Programms ist, der Person mit einem
problematischen Konsum oder einer
Abhängigkeitserkrankung zu helfen – und nicht, sie zu entlassen.